Anleitung: Badewanne richtig lackieren


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Ältere und abgenutzte Badewannen sind nicht gerade eine Verschönerung für das Bad. Im Laufe der Zeit entsteht die eine oder andere Macke, z.B. durch heruntergefallene Gegenstände. An den Rändern zeichnen sich hartnäckige Verkrustungen ab, und auch, wer ihnen mit gründlichem Reinigen begegnet, ist nicht viel besser dran. Scharfe Putzmittel und Stahlschwämme hinterlassen ihre Spuren in Form von Kratzern auf dem Boden der Wanne. Sich eine neue Badewanne zuzulegen und die alte auszubauen und zu entsorgen, ist mit einem großem Kosten- und Arbeitsaufwand verbunden. In vielen Fällen ist es eine echte Alternative, die alte Wanne zu behalten und sie durch eine neue Lackierung aufzupolieren. Mit den richtigen Materialien und etwas handwerklichem Geschick ist es keine schwierige Aufgabe, eine Badewanne selbst zu lackieren.

Wann sollte man eine Badewanne lackieren?

Spätestens dann, wenn auf der Oberfläche der Wanne Ablagerungen und Kratzer sichtbar werden, sollte man tätig werden. Ist das Sanitärobjekt noch voll funktionstüchtig, muss es nicht unbedingt ausgewechselt werden. Vielfach genügt eine neue Lackierung. Außerdem wäre ein Austausch mit ungleich höheren Kosten verbunden, nicht nur für die neue Wanne selbst, sondern auch für das Aus- und Einbauen, die Verkleidungsfliesen, den Anschluss und vieles mehr. Daher sollte man es zuerst mit einer neuen Lackierung versuchen. Wenn das Ergebnis nicht überzeugt, kann man die Wanne immer noch austauschen.

Was wird zum Lackieren der Badewanne benötigt?

Zum Lackieren werden folgende Materialien und Werkzeuge benötigt:
  1. Ein gutes Scheuermittel, um die Wanne vor dem Streichen gründlich zu reinigen
  2. Einen Kalklöser, um Kalkflecken zu entfernen
  3. Ein feines Nassschleifpapier, um die Wannenfläche anzuschleifen
  4. Einen speziellen Mehrkomponentenlack für die Badewanne, den man in Baumärkten und Fachgeschäften bekommt. Mehrkomponentenlacks sorgen für eine besonders glänzende und widerstandsfähige Lackierung, die auch unter den extrem feuchten Bedingungen des Bades Bestand hat
  5. Einen Pinsel oder eine Rolle zum Auftragen des Lacks
  6. Plastiktüte und Klebeband, um Armaturen und Fugen zu schützen

Vorbereitung der Lackierung

Bevor man eine Badewanne lackieren kann, muss man dafür sorgen, dass sie sauber, fett- und kalkfrei ist. Zuerst werden die Armaturen mit Hilfe einer festgeklebten Plastiktüte verkleidet, um sie von Kratzern und Lackspritzern frei zu halten. Danach werden die Wannenränder mit Klebeband abgeklebt, um die Fugen zu schützen. Anschließende lässt man etwa 3 Liter Wasser in die Wanne laufen und gibt den Kalklöser dazu. Dabei sind die Verpackungshinweise zu beachten. Der Kalklöser ist gleichmäßig zu verteilen, damit sich überall der Kalk löst. Nach Ablauf der Einwirkungszeit wird einfach das Wasser abgelassen und der Kalk weggespült. Danach wird die Badewanne mit einem Scheuermittel gründlich gereinigt und von Fettrückständen befreit. Im trockenen Zustand muss man sie danach mit feinem Nassschleifpapier anschleifen. Die komplette Oberfläche muss aufgeraut werden, damit der neue Lack auf ihr hält. Anschließend wird die Wanne noch einmal ausgespült, um alle Schleifrückstände zu entfernen. Bevor man mit dem Lackieren beginnen kann muss die Wanne vollkommen austrocknen. Außerdem ist dafür zu sorgen, dass das Bad möglichst frei von Staub ist, weil dieser das Lackierergebnis negativ beeinflussen könnte. Am besten sollten Türen und Fenster während des Lackierens geschlossen bleiben.

Lackieren der Badewanne

Als erstes wird der Mehrkomponentenlack nach der Verpackungsvorgab angerührt. Nun kann man damit beginnen, die abgerundeten Kanten der Badewanne und danach die Ränder mit dem Pinsel zu streichen. Die Wannenfläche kann man dann mit einer Rolle angehen. Je nach Zustand der Wanne sind ein bis zwei Schichten nötig. Nach dem Streichen muss der Lack ca. 5 Tage antrocknen, bevor die Wanne wieder benutzt werden kann.

Video-Anleitung: Badewanne streichen




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