Wird das Bad zum Wohnzimmer mit Badewanne?

by admin on 14. Juni 2009

BadewanneJeden Morgen muss es im Badezimmer meist schnell gehen. Am Feierabend oder Wochenende lassen sich dagegen viele Menschen gerne mehr Zeit im Bad – Die Erholung tritt in den Fordergrund. 33 Prozent der Deutschen stört jedoch ihr zu kleines Badezimmer, ergab eine Umfrage der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) in Bonn und der Messe Frankfurt. Weiteren 27 Prozent der Deutschen ist es zu schmutzig und unordentlich im heimischen Bad. 20 Prozent vermissen ein Fenster in ihrem Nassbereich.

Auch wenn längst nicht jedes Badezimmer heute ein Wellnesstempel sein muss – ein Stück Luxus ist es auf jeden Fall. Denn bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es in vielen deutschen Wohneinheiten gar kein eigenes Badezimmer. Wannen oder Zuber wurden in öffentlichen Waschküchen oder eigenen Waschhäusern aufgestellt.

“Das Bild vom idealen Badezimmer hat sich in den vergangenen Jahren von der standardisierten Nasszelle hin zu einem Wohnbad gewandelt, das genauso der Entspannung, der Fitness und dem Spaß dient wie dem Basisanspruch an die Körperhygiene”, hieß es bei der Messe Frankfurt anlässlich der ISH 2009, der weltgrößten Bad- und Sanitärmesse. Zu verdanken sei diese Entwicklung vor allem dem französischen Designer Philippe Starck und seiner ersten Kollektion für eine Reihe von Sanitär-Herstellern im Jahr 1994. Nach und nach sei das Bad wohnlicher geworden, die Hersteller boten Badmöbel und komplette Badezimmerkonzepte an.

Für ältere Menschen sei eine Ausstattung erforderlich, die lange die Mobilität und Selbstständigkeit erhalte. Dies könne man beispielsweise durch eine innovative Dusch-Badewannen-Kombination erreichen, die mit einer Schiebetür per Tastendruck in eine dichte Badewanne verwandelt werden kann. “In vielen Bädern von Morgen wird es eine klare Trennung von Bad und Schlafzimmer nicht mehr geben”, sagt Carsten Tessmer vom Hersteller Hansgrohe voraus. Bad und Schafzimmer sind auch nach Auffassung des VDS ein “perfektes Paar”. Designer und Hersteller tragen dazu bei, dem Wohlgefühl in den neuen Raumkonzepten eine wichtige Rolle einzuräumen. Im Idealfall wird das WC in einene Räumlichkeiten ausgegliedert. Doch Waschtisch, Dusche und Wanne gehörten auf jeden Fall ins offene Badezimmer. Eine Sauna und ein Dampfbad können zusätzlich Nutzen und Erholung stiften.

Auch hier hätten die Hersteller auf die steigenden Ansprüche reagiert. Ein Beispiel hierfür ist die transparente Sauna-Kabine “Inipi” vom Hersteller Duravit, deren Holzrahmen Bad und Wohnbereich verbindet. Eine völlige Verschmelzung von Bad und Schlafzimmer wird es nach Ansicht von Marcus Möllers (Kaldewei) aber nicht geben. Beim Einfamilienhaus gebe es jedoch die Tendenz, Elternschafzimmer und Bad miteinander zu verbinden – etwa über eine große Schiebetür.

Leave a Comment

Next post: