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Anleitung: Badewanne selber einbauen

Eine Badewanne selbst einzubauen ist mit etwas handwerklichem Geschick durchaus möglich. Die Badewanne zu komplettieren und die Installation der Abflussleitung anzuschließen ist bereits mit geringen Kenntnissen der Klempnerei kein Problem. Bautechnisch gesehen reicht das übliche Know-how des versierten Heimwerkers völlig aus. Berücksichtigung finden muss aber auch die Tatsache, dass eine Badewanne ein sichtbarer und deshalb gestalterischer Bestandteil der Badeinrichtung ist. Beschädigungen an der Badewanne durch unüberlegte Vorgehensweise werden zum Fiasko. Deshalb sollten zum Einbau der Wanne immer mindestens vier anpackende Hände zur Verfügung stehen. Wie erfolgt nun der Einbau?

Gründliche Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg

Eine Badewanne einzubauen unterscheidet sich dahingehend, ob sie

  • erstmals eingebaut wird oder
  • ausgetauscht werden soll.

Beim Neueinbau ist die wichtigste Voraussetzung, dass ein glatter und waagerechter Untergrund, vorzugsweise der Estrich, vorhanden ist. Ein Gefälle zum Abfluss ist nicht erforderlich, denn dies regulieren die Badewannenfüße oder der Styroporträger. Hinderlich wird beim späteren Einbau, wenn sich die Abflussleitung nicht genau am benötigten Punkt befindet. Deshalb wird nach vollendeter Vormontage der Wanne der genaue Anschlusspunkt des Abflusses am Siphon ausgemessen. Wenn dieser nicht korrekt ist, muss die Einmündung der Abflussleitung vor dem Aufstellen der Badewanne korrigiert werden. Beim Austausch einer Badewanne ist zusätzlich erforderlich, sämtliche zurückbleibenden Silikonreste an den umgebenden Fliesen vollständig zu entfernen. Auch sollte die Abflussleitung einer Kontrolle auf Verstopfungen, Beschädigungen oder Verunreinigungen unterzogen werden. Laut DIN VDE müssen Stahlblechbadewannen an eine Potentialausgleichsleitung angeschlossen werden. Wird eine solche Wanne eingebaut, muss diese Leitung mit NYM 1x6qmm grüngelb vom Sicherungsverteiler oder der Potentialausgleichsschiene aus vorher nachgerüstet werden, wenn sie nicht vorhanden ist.

Die Badewanne wird vormontiert

Jede neue Badewanne wird entweder mit einer Badewannengarnitur im Beipack bereits geliefert oder diese muss nachgekauft werden. Sie besteht aus dem Badewannenabflusssieb mit dem Siphon, der Verschlussmechanik sowie dem Überlauf. Um diese Garnitur zu montieren, wird die Badewanne mit dem Boden nach oben auf dem Fußboden abgelegt. Achtung – Decken unterlegen, damit die wertvolle Oberflächenbeschichtung am Badewannenrand nicht beschädigt wird. Nun erfolgt die Montage der Abflussgarnitur entsprechend der mitgelieferten Montageanleitung und -skizze. Lohnenswert ist, die Verschlussmechanik des „Stöpsels“ hinsichtlich ihrer Leichtgängigkeit mehrfach auszuprobieren. Alle Dichtungsverschraubungen werden zunächst von Hand angezogen. Nachdem alle Rohre und der Siphon montiert worden sind, werden sie mit einer Wasserpumpenzange leicht nachgezogen, ohne sie zu überdrehen.

Sicherer Stand ist die Voraussetzung für einen funktionierenden Abfluss

Nachdem die vorbereitende Installation der Badewanne abgeschlossen ist, folgt das Aufstellen. Badewannen können vier anzuschraubende Füße oder zwei Standböcke mit abgerundeter Kontur, passend zur Wannenform haben. Die Füße werden angeschraubt oder diese beiden Böcke am Standort der Wanne positioniert. Die Kontrolle mit einer Wasserwaage ergibt, ob die Aufstellböcke die korrekte Gefällerichtung eingenommen haben. Bei Schraubfüßen ergibt sich das Gefälle automatisch. Badewannen können aber auch mit einem Styroporträger als Wärmeisolierung aufgestellt werden. Dieser wird vorbereitet, indem die Durchlässe für den Siphon, den Überlauf und die Revisionsöffnung vorher ausgeschnitten werden, wenn sie nicht bereits vorhanden sind. Die Revisionsöffnung ist wichtig, damit der Siphon für Reinigungsarbeiten zugänglich bleibt.

Das Aufstellen, Einfliesen und Abdichten bildet den Abschluss

Nun werden mindestens vier Hände benötigt, um die Wanne auf die Füße zu stellen, auf den Aufstellböcken zu positionieren oder in den Styroporträger einzusetzen. Während dieses Arbeitsganges muss gleichzeitig der Potentialausgleich an der am Boden der Wanne befindlichen Anschlussfahne angeklemmt werden. Die Überlaufverschraubung am Siphon wird an die Abflussleitung angeschlossen, festgezogen und nun wird die Wanne mit der Wasserwaage genau ausgerichtet. Die Dichtigkeitskontrolle erfolgt, indem die Wanne erstmals zu circa einem Drittel gefüllt und dann abgelassen wird. Die Arbeit ist fast geschafft. Styroporträger können sofort mit Fliesen oder einem anderen Deckmaterial beklebt werden. Frei stehende Wannen werden zunächst beispielsweise mit 100mm starken Gasbetonplatten eingehaust und dann gefliest. Den Abschluss der Installation bilden die Silikonfugen zu den umgebenden Wänden und zum Fußboden.